Vegane Crêpes
Vegane Crêpes verzichten auf Ei und Milch. Die Bindung übernimmt Stärke, unterstützt von etwas Apfelmus oder Öl. Der Teig braucht eine etwas längere Ruhezeit als das klassische Rezept, gelingt dann aber genauso dünn.
Zubereitung
Trockene Zutaten mischen
Mehl, Stärke, Zucker und Salz werden gründlich vermischt. Die Stärke muss gleichmäßig verteilt sein, weil sie die Bindung des fehlenden Eis übernimmt. Klumpen aus Stärke lösen sich später schlecht auf.
Flüssigkeit einarbeiten
Ein Drittel des Pflanzendrinks kommt dazu und wird zu einem dicken, glatten Teig verrührt. Danach werden Apfelmus und Öl untergerührt, anschließend der restliche Drink. Der Teig soll dünn vom Löffel laufen.
Ruhen lassen
45 Minuten Ruhezeit sind hier wichtiger als beim Eierteig, weil Mehl und Stärke vollständig quellen müssen. Der Teig wird danach kurz durchgerührt und bei Bedarf mit etwas Pflanzendrink verdünnt.
Ausbacken
Die Pfanne wird auf mittelhohe Hitze gebracht und dünn geölt. Pro Crêpe etwa 60 ml Teig. Vegane Crêpes brauchen etwas länger auf der ersten Seite, etwa 90 Sekunden, bevor sie sich stabil wenden lassen.
Stapeln und servieren
Die Crêpes werden gestapelt und abgedeckt, dadurch bleiben sie geschmeidig. Sie passen zu Ahornsirup, Beeren, Nussmus oder herzhaft zu Gemüsefüllungen, wenn der Zucker weggelassen wird.
Tipps aus der Praxis
- Sojadrink bindet am besten, weil er relativ viel Eiweiß enthält; Haferdrink schmeckt milder und leicht süß.
- Ein Teelöffel Apfelessig im Teig macht die Crêpes etwas zarter und hebt den Geschmack, ist aber nicht schmeckbar.
- Kokosöl gibt einen deutlichen Eigengeschmack; neutrales Öl bleibt unauffälliger.
- Wer keine Stärke verwenden möchte, nimmt zwei Esslöffel gemahlene Leinsamen, die zehn Minuten in sechs Esslöffeln Wasser quellen.
- Vegane Crêpes werden erst nach 90 Sekunden gewendet, das ist etwas später als beim klassischen Teig.
Auf dem Crêpe-Maker oder in der Pfanne?
Auf dem Crêpe-Maker wird der Teig mit etwas mehr Pflanzendrink verdünnt, damit der Verteiler ihn nicht aufreißt. In der Pfanne ist eine gut beschichtete Oberfläche wichtig, weil kein Ei stabilisiert.
Zum GerätevergleichWenn etwas schiefgeht
Zu früh gewendet oder zu wenig Stärke im Teig. Die Unterseite muss vollständig trocken und der Rand deutlich gelöst sein. 30 g Stärke auf 250 g Mehl sind der Richtwert.
Manche Haferdrinks setzen sich geschmacklich durch. Eine Prise Salz mehr, etwas Vanille oder abgeriebene Zitronenschale gleichen das aus.
Häufige Fragen
Warum brauchen vegane Crêpes Stärke?
Das Ei liefert normalerweise Bindung und Elastizität. Stärke verkleistert beim Backen und übernimmt diese Aufgabe, sodass die Crêpe zusammenhält.
Welcher Pflanzendrink funktioniert am besten?
Sojadrink bindet am stärksten, Haferdrink schmeckt am mildesten. Reis- und Mandeldrink sind dünner und brauchen zehn Gramm Stärke mehr.
Lassen sich vegane Crêpes einfrieren?
Ja, mit Backpapier zwischen den Lagen bis zu drei Monate. Aufgetaut werden sie kurz in der trockenen Pfanne erwärmt, nicht in der Mikrowelle, sonst werden sie zäh.