Jedes Gerät wird selbst gekauft und wirklich benutzt — Fotos und Videos aus meiner eigenen Küche
crepesmaker.deECHTE TESTS AUS DER KÜCHE
Start Ratgeber Crêpe-Maker richtig reinigen

Crêpe-Maker richtig reinigen

Die meisten Crêpe-Maker gehen nicht durch Verschleiß kaputt, sondern durch falsche Reinigung. Scheuermittel, Metallschwämme und Wasser im Gehäuse richten mehr Schaden an als jahrelanger Gebrauch. Wer die Fläche im richtigen Moment und mit den richtigen Mitteln säubert, braucht dafür kaum zwei Minuten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Reinigen an der handwarmen, vom Netz getrennten Platte ist am einfachsten und schonendsten.
  • Alles Metallische und alle Scheuermittel bleiben von der Beschichtung fern.
  • Eingebrannter Teig wird mit feuchtem Küchenpapier aufgeweicht, nicht abgekratzt.
  • Das elektrische Gerät darf nie in Wasser oder in die Spülmaschine, Holzzubehör ebenfalls nicht.
  • Vollständig trocken lagern, mit Schutzlage auf der Backfläche.

Der richtige Zeitpunkt

Am leichtesten löst sich Teig, wenn die Platte noch handwarm ist. Vollständig kalt eingetrocknete Reste haften deutlich stärker.

An der heißen Platte darf dagegen nicht mit Wasser gearbeitet werden: Der Temperatursprung belastet Material und Beschichtung, außerdem entsteht sofort Dampf.

Sinnvoll ist also die Reihenfolge: Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen, kurz abkühlen lassen, dann reinigen.

Die Standardreinigung in wenigen Schritten

Für den Normalfall genügt ein feuchtes Tuch. Reinigungsmittel sind selten nötig, weil auf einer Crêpe-Platte kaum Fett zurückbleibt.

  1. Trennen

    Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen, bevor irgendetwas Feuchtes an die Platte kommt.

  2. Grob abnehmen

    Teigreste und Krümel mit Küchenpapier oder einem Holz- beziehungsweise Kunststoffschaber abnehmen.

  3. Feucht abwischen

    Mit einem weichen, feuchten Tuch nachwischen, bei Bedarf mit einem Tropfen mildem Spülmittel.

  4. Nachwischen

    Mit klarem Wasser feucht nachwischen, damit keine Spülmittelreste bleiben.

  5. Trocknen

    Die Fläche vollständig trocken wischen, damit keine Feuchtigkeit an Kanten oder Spalten stehen bleibt.

  6. Optional pflegen

    Bei unbeschichtetem Gusseisen einen hauchdünnen Ölfilm auftragen, um Rost zu vermeiden.

Was die Antihaftschicht zerstört

Die Beschichtung ist chemisch stabil, aber mechanisch empfindlich. Praktisch alle Schäden entstehen durch eine Handvoll vermeidbarer Handgriffe.

  • Metallschwämme, Stahlwolle und Scheuerpulver: hinterlassen Kratzer, in denen der Teig künftig haftet.
  • Messer, Gabeln und Metallspachtel zum Ablösen von Resten.
  • Backofenspray, Rohrreiniger und andere aggressive Chemie.
  • Kaltes Wasser auf die heiße Platte (Thermoschock).
  • Dauerhafte Überhitzung, etwa langer Leerbetrieb auf höchster Stufe.
  • Stapeln schwerer Gegenstände auf der Platte während der Lagerung.

Eingebrannter Teig und dunkle Ränder

Festsitzende Reste lassen sich meist ohne Kraft lösen. Bewährt ist, ein feuchtes Küchenpapier auf die handwarme Stelle zu legen und einige Minuten einwirken zu lassen; die Feuchtigkeit weicht den Rückstand auf.

Anschließend genügt ein Holz- oder Kunststoffschaber. Wer nachdrückt, riskiert genau den Kratzer, der das Problem dauerhaft macht.

Dunkle, nicht mehr entfernbare Verfärbungen am Rand sind meist eingebranntes Fett und rein optisch. Sie beeinträchtigen die Funktion nicht und sind kein Grund für aggressive Mittel.

Was nicht in die Spülmaschine darf

Das elektrische Gerät selbst gehört grundsätzlich nicht in die Spülmaschine und nie ins Spülwasser, auch nicht teilweise. Wasser im Gehäuse kann zu einem Defekt oder zu einer Gefahr führen.

Abnehmbares Zubehör ist unterschiedlich zu behandeln. Auffangschalen aus Kunststoff sind häufig spülmaschinengeeignet, wenn der Hersteller es ausdrücklich angibt.

Holzverteiler und Holzspachtel dürfen dagegen nicht in die Maschine: Sie quellen auf, reißen und verlieren ihre glatte Kante. Sie werden kurz abgespült, abgewischt und stehend getrocknet.

Lagerung zwischen zwei Einsätzen

Vor dem Wegstellen muss das Gerät vollständig kalt und trocken sein. Restfeuchte unter einer Abdeckung führt zu muffigem Geruch und bei Gusseisen zu Rost.

Wird die Platte liegend gelagert, schützt ein Blatt Küchenpapier oder ein Geschirrtuch die Fläche vor Kratzern durch andere Gegenstände.

Das Kabel wird locker aufgewickelt, nicht scharf um das Gehäuse gespannt, damit die Isolierung an der Austrittsstelle nicht dauerhaft geknickt wird.

Welches Gerät passt dazu? Ich kaufe jeden relevanten Crêpe-Maker selbst und backe mit demselben Teig darauf. Das Testfeld ist offen einsehbar.

Zum Gerätevergleich

Häufige Fragen

Darf man die Crêpe-Platte mit Spülmittel reinigen?

Ein Tropfen mildes Spülmittel auf einem feuchten Tuch ist unproblematisch. Wichtig ist, anschließend mit klarem Wasser nachzuwischen und trocken zu reiben. Auf unbeschichtetem Gusseisen sollte Spülmittel sparsam bleiben, weil es die Fettschicht angreift.

Wie entfernt man festsitzenden Teig ohne Kratzer?

Feuchtes Küchenpapier auf die handwarme Stelle legen und einige Minuten einwirken lassen. Danach lässt sich der Rest mit einem Holz- oder Kunststoffschaber ohne Druck abnehmen. Metallhilfsmittel sind in jedem Fall zu vermeiden.

Ist eine dunkle Verfärbung der Platte ein Schaden?

Meist nicht. Eingebranntes Fett verfärbt die Fläche vor allem am Rand, ohne die Antihaftwirkung zu beeinträchtigen. Kritisch sind dagegen Blasen, Abplatzungen und tiefe Kratzer.

Muss die Platte nach jedem Gebrauch neu eingefettet werden?

Beschichtete Platten brauchen das nicht, ein dünner Fettfilm vor dem nächsten Backen genügt. Unbeschichtetes Gusseisen sollte nach der Reinigung hauchdünn geölt werden, damit es nicht rostet. In beiden Fällen gilt: so wenig Fett wie möglich.

Weiter zu